Angeblich wurde der älteste Messschieber in einem Wrack von einem griechischen Giglio in der Nähe der italienischen Küste gefunden. Dieses Schiff sank im 6. Jahrhundert vor Christus, bereits damals kam dieses Gerät in vereinfachter Form zum Einsatz. Das Alter dieses Gerätes bietet einen Einblick darin, wie nützlich ein Messschieber ist, weswegen dieses Gerät dermaßen lange angewendet und beständig verbessert wurde.
Mit einem Messschieber werden Messungen durchgeführt, sowohl im Innen- als auch im Außenbereich. Dieses Gerät zählt zu den wichtigsten in der Metallverarbeitung und ist aus diesem Bereich der Arbeit nicht mehr wegzudenken. Ein herkömmliches Längenmessgerät besteht aus zwei Messschenkeln und verfügt zusätzlich in einigen Fällen über eine sogenannte Tiefenmessstange mit der Messungen in Löchern wie zum Beispiel bei Bohrungen durchgeführt werden können. Um die Genauigkeit der abgelesenen Daten zu verbessern, verfügen einige Messschieber über einen Nonius. Ein zusätzliches Hilfsmittel, um die Messwerte so genau wie möglich ablesen zu können, sind Rundskalen. Doch diese herkömmlichen Messschieber haben mit der Zeit ausgedient.
Die digitalen Messschieber sind im Aufwind und kommen immer häufiger zum Einsatz. Die digitalen Geräte verfügen über eine Anzeige aus LCD, die das Ablesen der Daten erheblich vereinfacht. Die hochwertigeren Geräte ermöglichen es seinem Benutzer zwischen Zoll und Millimeter, zu wählen. Der sogenannte Nullpunkt kann an jeder Stelle angesetzt werden, was eine große Flexibilität schafft. Bei der Entwicklung der digitalen Geräte hat man sich an den herkömmlichen Geräten orientiert. Was sich dadurch zeigt, dass die digitalen Messschieber ebenfalls zwei Messschenkel für die Innen- und Außenmasse und die Variante der Tiefenmessung dank einer Tiefenmessstange besitzen.
Das Messen mit einem digitalen Messschieber wird auch als ein direktes Messverfahren bezeichnet. Der Grund für diese Bezeichnung ist, dass die gemessenen Außen- und Eingangsgrößen immer gleich sind. Bei der Anschaffung unterscheiden sich die Preise kaum voneinander. Die herkömmlichen Messschieber und die Digitalen sind beide durchaus erschwinglich und unterscheiden sich von der Qualität bei den Messungen kaum.
Die digitalen Messschieber haben lediglich einen kleinen Vorteil vorzuweisen. Dieser Vorteil ist, dass die Daten von der LCD-Anzeige leichter abgelesen werden können. Dank des leichteren Ablesens können Fehler vermieden werden, was für den Benutzer sonst unschöne Konsequenzen haben könnte. Einige Messschieber der digitalen Art können mit einer Software kombiniert werden. Die ermittelten Daten werden mit einer Schnittstelle versehen und auf dem Computer bearbeitet.
Feststellschrauben bieten die Möglichkeit, dass sie als eine Lehre verwendet werden können. Neben der Zusatzfunktion der Lehre ist die Hauptfunktion, für die das Gerät ausgelegt wurden, ist dennoch das Messen. Egal, über was für Funktionen ein digitaler Messschieber zusätzlich verfügt, der Aufbau ist bei fast allen gleich. Ein Messschieber verfügt immer über zwei Messschenkel, wovon einer fest und einer beweglich ist. Die Flächen zum Messen sind in der Regel schneide förmig angebracht. So können die verschiedensten Formen ohne Probleme gemessen werden. Auf den Messschenkeln wurde die empfindliche Elektronik angebracht. So werden die gemessenen Daten direkt an die Anzeige weiter geben und der Weg so kurz wie möglich gehalten.
Die Unterschiede zwischen einem klassischen und einem digitalen Messschieber sind kaum auf zählbar. Im Grunde liegt es an dem Benutzer selbst, welche Art er bei seiner Arbeit bevorzugt.
